Einst war der Wolf ein Verbündeter des Menschen, heute polarisiert kaum ein anderes Wildtier so stark wie er. Dabei kann er ein Augenöffner sein: Die hitzige Debatte um seine Rückkehr ist im Kern eine Auseinandersetzung darüber, wie wir künftig leben wollen. Verstehen wir uns als Teil der Natur und geben ihr den Raum, den sie zur Entfaltung braucht? Oder – und das scheint vielfach der Geist der Zeit zu sein – gehen wir auf Konfrontation und machen ein Miteinander auf Dauer unmöglich? Ausgehend von diesen Fragen initiierte die Kuratorin Gisela Krohn das Wanderausstellungsprojekt
Wald Wolf Wildnis, das unterschiedliche künstlerische Positionen mit der aktuellen gesellschaftlichen Debatte verbindet. „Ich will herausfinden, was Kunst heute noch bewirken kann. Hat sie tatsächlich die Kraft, die Welt zu retten? Angesichts der rücksichtslosen weltweiten Zerstörung der Natur und der Lebensräume von Mensch und Tier stellte ich mir auch die Fragen: Wo stehe ich? Was kann ich bewegen? Bleibe ich allein, oder möchte ich mich vernetzen und eine spannende Debatte aus verschiedenen Perspektiven entwickeln?“

Für das Projekt wurden ausgewählte namhafte Künstler:innen eingeladen, die Rolle des Menschen innerhalb des Netzwerks der Natur zu thematisieren. Ihre Arbeiten werden mit den Perspektiven von Waldbesitzer:innen, Wildbiolog:innen, Filmemacher:innen und Philosoph:innen verknüpft.
In einer Welt, die sich zunehmend in Systeme eingrenzt, stellt ein „Systemsprenger“ wie der Wolf eine besondere Herausforderung dar. Ob es dem Menschen gelingt, sich wieder in einem System der Natürlichkeit zu verorten, die Wildnis in der Natur anzuerkennen und die eigene Wildnis in sich selbst zu erkennen, gehört zu den zentralen Fragen, die die Ausstellung aufwirft.
Die Ausstellung eröffnet am Samstag, den 9. Mai 2026 um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Shaarbek Amankul
Andreas Amrhein
Alexandra Bart
Gäelle Besser
Babette Boucher
Michael von Brentano
Franek
Monika Hahn
Helge Hommes & Saxana Schötschel
Amira Jahn
Gisela Krohn
Steven Lander
Werner Liebmann
Irmela Maier
Ferdinand Molck-Ude
Nashun Nashunbatu
Sigrid Nienstedt
Justine Otto
Karin Pliem
Albert Ali Schindehütte
Anija Seedler
Kerstin Serz
Annegret Soltau
Anna Stangl
Roland Stratmann
Timm Ulrichs
Martin Voigt
Paul Wunderlich
Werkstatt Rixdorfer Drucke
in der KulturBäckerei
Dorette-von-Stern-Str. 2
21337 Lüneburg
Tel: +49 (0) 4131 864 32 48
E-Mail: kontakt(at)kunsthalle-lueneburg.de
Mo. bis Fr.: 10–18 Uhr
Sa., So. & feiertags: 11–17 Uhr
(Bitte ggf. abweichende Öffnungszeiten an Feiertagen beachten.)
Der Eintritt in alle Ausstellungen ist frei.
